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6. STAFFEL
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6. STAFFEL

THE CINEMATIC ORCHESTRA-TO BELIEVE (Album Mix)

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2019/06/21 – 2019/07/15

THE CINEMATIC ORCHESTRA
TO BELIEVE (Album Mix)

„Jazz ist kreative Freiheit und kann alles bedeuten, solange es offen für Ideen ist“, formuliert er sein Verständnis. ‚Offen für Ideen‘ heißt für alle an dieser Revolution Beteiligten, sich moderner, computergestützter Produktionstechniken zu bedienen. Im Fall Cinematic Orchestra entstehen daraus nicht einfach nur Songs oder schöne Lieder. Jason Swinscoe ist der Mann fürs Kopfkino. Mit Spielzeiten um die neun Minuten sind seine Werke auch nicht gerade fürs Radio produziert (Anm. vom Chef: UND DAS IST GENAU DAS DILEMMA IM DEUTSCHEN RADIO! WARUM?).
Für „To Believe“ gewinnt Swinscoe wieder einmal Dominic Smith als Produzenten. Außerdem greift er zusammen mit altbekannten Weggefährten wie Roots Manuva und Heidi Vogel den Minimalismus von „Ma Fleur“ auf, kehrt aber an einigen Stellen wieder zu der Experimentierfreude seiner Anfangstage zurück. Dabei setzt sich die Musik über jegliche Trends hinweg, ohne aus der Zeit gefallen zu wirken. Man weiß, was man an Swinscoe und seinem Orchestra hat.


TracklistTracklist
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0. A Promise (Instrumental)
1. To Believe
2. A Caged Bird/Imitations Of Life
3. Lessons
4. Wait For Now/Leave The World
5. The Workers Of Art
6. Zero One/This Fantasy
7. A Promise (Original)

In „A Caged Bird/Imitations Of Life“ hält selbst Roots Manuva, der schon in der Vergangenheit mit dem Cinematic Orchestra zusammenarbeitete, seine Wut im Zaum und zeigt sich mit nachdenklichen Rap- und Gesangseinlagen von seiner empfindsamen Seite, während Dub-Beats, Electronica-Sounds, flächige Streicher und akzentuiernde Klavier-Klänge eine versponnene Atmosphäre erzeugen. Die erschließt sich gemäß Swinscoes musikalischen Vorlieben „erst nach mehreren Hördurchgängen“.

Ebenso sollte man für „Lessons“ mit polyrhythmischen Jazz-Drums, verspielten Post-Rock-Elementen und verhaltenen Synthies etwas Geduld aufbringen, zumal sich die repetitiven Klangmuster kaum zum Nebenbeihören eignen. Dafür wartet „Wait For Now/Leave The World“ mit wunderschönen, herzerwärmenden Gesängen von Tawiah auf, begleitet von sanftem Fingerpicking, etwas Glockenspielartigem und sphärischen Streichern, die ein ganzes Himmelszelt auf Erden aufschlagen. Am Ende runden verträumte Electronica-Spielereien die Nummer gelungen ab.

Es folgt mit „The Workers Of Art“ ein Instrumental, das mit tristen Piano-Sounds und flirrenden neoklassischen Streichern das Firmament kurzzeitig verdunkelt. Demgegenüber schimmern, wenn Grey Reverend in „Zero One/This Fantasy“ mit seiner unaufdringlichen Stimme einen beruhigenden, warmen Kontrast zur hektischen Polyrhythmik und verkopften Elektronik setzt, wieder ein paar zaghafte Lichtstrahlen durch. Er bewegt sich schon länger im Umfeld Swinscoes, genauso wie Heidi Vogel, die durch das abschließende „A Promise“ führt.

Kreisende Ambient-Figuren und filmische Streicher rollen den Teppich aus, auf dem sie sich zugleich von ihrer stolzen als auch verletzlichen Seite präsentiert. Rhythmische Breakbeats und Elektronik tänzeln ausgelassen um ihre androgyne Stimme, die nach und nach eine immer zuversichtlichere Färbung annimmt.

Der Song verdeutlicht also, dass sich Jason Swinscoe und sein Orchestra neben dem Aufwerfen von Sinnfragen ebenfalls darum bemühen, Schönheit in die Welt zu tragen. Letzten Endes zählt das Hier und Jetzt. Dabei setzt sich die Musik über jegliche Trends hinweg, ohne aus der Zeit gefallen zu wirken.


Label: Ninja Tune
Release: 15/03/2019


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