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5. STAFFEL
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5. STAFFEL

UNDERWORLD-DRIFT EPISODE 1-3 / (Special Mix)

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2019/05/31 – 2019/06/17

UNDERWORLD
DRIFT EPISODE 1-3 / (Special Mix)

Underworld hat ein neues plattformübergreifendes Musikprojekt mit dem Titel Drift gestartet.

Diese fortlaufende Serie wird von der Band (Karl Hyde und Rick Smith) in Zusammenarbeit mit Tomato und alten und neuen Freunden als „ein epischer, einjähriger Roadtrip“ bezeichnet – von Dramatikern über DJs, Jazz- und Technomusiker bis hin zu Malern und Dichtern.
Drift ist ein laufendes Experiment, das regelmäßig neues Underworld-Material – Musik, Film, Geschichten usw. – über die offizielle Website der Band veröffentlicht.


Label: Smith Hyde Productions
Release: 12/2018 – 05/2019


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Episode 1 Drift Dust
Episode 2 Drift Atom
Episode 3 Drift Heart

21. SEPTEMBER 2010

„Ihr Deutschen habts einfach voll drauf!“

Interview geführt von 

Rick Smith und Karl Hyde sind als Duo Underworld seit zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der elektronischen Dance-Szene. Ihre Konzerte inszenieren sie als ekstatische Techno-Parties. Mit „Barking“ veröffentlichten sie ihr achtes Album.Karl Hyde ist ein redseliger Mensch. Im Gespräch mit ihm spürt man, dass er trotz all der Routine nach wie vor daran interessiert ist, aufrichtig über Musik zu sprechen. Für das neue Album „Barking“ arbeiteten er und Smith mit zahlreichen jungen Künstlern zusammen.

Wie kamt ihr auf die Idee, neue Leute als Produzenten mit ins Boot zu holen?

Karl Hyde: Seit 20 Jahren wird unsere Musik jetzt geremixt und oft waren wir echt frustriert, denn die Remixes waren sehr inspirierend und wir hätten sehr gerne mit den Leuten weiter an unseren Songs gearbeitet. Aber logischerweise war es dann zu spät. Wir mussten immer wieder feststellen, dass wir gerne vor der Vollendung eines Albums mit den Remixern an den Songs gefeilt hätten.

Beim letzten Album probierten wir die Idee mal aus, aber sie funktionierte noch nicht perfekt. Also wollten wir es besser machen. Je länger du als Musiker dabei bist, desto offener wirst du, dich anderen Ideen zu öffnen. Du willst einfach mehr lernen.

Wen von euren Wunschpartnern konntet ihr nicht für „Barking“ gewinnen?

Niemanden. Es war toll, alle Leute zusammen zu bekommen, die auf unserer Liste ganz oben standen.

Wie gestaltete sich die Zusammenstellung dieser Wunschliste? Habt ihr die Leute anhand von eigenen Lieblingssongs ausgewählt oder spielten da auch persönliche Dinge oder Freundschaften eine Rolle?

Einige haben Platten gemacht, die uns viel bedeuten, etwa High Contrast. Deren zweites Album „High Society“ ist unglaublicher, uplifting Drum’n’Bass. Seit wir das zum ersten Mal hörten, wollten wir mit Lincoln Barret zusammenarbeiten. Appleblim dagegen legte oft vor unseren Shows auf und wir mögen auch den Dubstep-Vide der Skull Disco-Veröffentlichungen sehr.

Mit Mark Knight und D. Ramirez haben wir ja schon letztes Jahr für die Single „Downpipe“ zusammen gearbeitet und das klappte so hervorragend, dass wir sie unbedingt wieder dabei haben wollten. Sie durften sich dann einen Song aussuchen.

Appleblim steht ja für die neue Dubstep-Generation. Wie steht ihr dem Sound generell gegenüber?

Wir wurden da durch das tolle Burial-Album hingeführt. Es ist fantastisch, was da alles passiert. Die ganzen Sachen auf Skull Disco, die Arbeit von Leuten wie Shackleton oder Appleblim, das alles inspirierte uns sehr.

Dubfire veröffentlichte in den 90ern unter dem Namen Deep Dish. Mochtet ihr diese alten Sachen auch?

Ja, wir waren damals schon Fans. Sie hatten einen legendären Ruf für qualitativ hochwertige Musik. Dubfire wurde uns im Vorfeld der Aufnahmen vorgeschlagen und wir fanden die Idee spannend. Wir trafen ihn dann letztes Jahr bei einem Konzert in Rumänien und erfuhren, dass er früher als Gitarrist unterwegs war. Er ist ein Musiker mit einem fantastischen Ohr.

„Neu!, Faust und Kraftwerk sind die Wurzeln“

In euren Anfangstagen habt ihr mit Darren Emerson zusammen gearbeitet, der ebenfalls aus dem DJ-Kontext kam. Was ist heute anders an eurer Arbeitsweise?

Damals in den 80ern, als wir das erste Underworld-Album machten, suchten wir nach einem Funk-DJ, der auch Bass spielen kann. Darren war erst 19 und blieb dann eine ganze Weile dabei. Eigentlich kann man sagen, dies war schon immer unsere bevorzugte Art zu arbeiten: Junge Leute in die Band zu holen, die ihren Geist, ihre Leidenschaft und ihre Attitüde mit einbringen. Wenn du als Musiker ein bestimmtes Alter erreichst, ist es einfach notwendig, sich mit jungen Leuten auszutauschen.

Hast du denn noch Kontakt zu Darren?

Nein. Wir sind noch immer befreundet, aber unsere Lebenswege sind eben auseinander gegangen und wir wohnen ewig weit auseinander. So läuft es eben manchmal. Man spricht ein paar Jahre nicht miteinander, trifft sich dann und alles ist wie früher.

Auf eurer neuen Platte ist auch Paul van Dyk vertreten.

Ja und darüber sind wir sehr froh, denn wir steckten gerade ziemlich in einem Song fest und dann kam Paul dazu und fand eine Lösung. Sehr angenehm.

Gab es denn hinsichtlich deutscher DJs oder Produzenten noch Kandidaten für „Barking“ außer van Dyk?

Eigentlich nicht. Aber wo du mich gerade danach fragst: Seit etwa zwei Jahren krame ich immer wieder die alten Elektronik-Platten aus Deutschland heraus. Du weißt schon, Neu!, Faust, Kraftwerk und La Düsseldorf. Das waren die Platten, die Rick und mich damals überhaupt erst dazu bewogen haben, gemeinsam Musik zu machen. Das sind die Wurzeln.

Und hier in Köln sitze ich jetzt, eigentlich gar nicht so weit weg von all den großen Orten. Köln war auch die erste deutsche Stadt, in die ich je geflogen bin, um dort mit Conny Plank zu arbeiten.

Apropos Köln, hast du nachher noch Zeit für einen Besuch im Kompakt-Shop?

Oh, leider nicht, wir müssen sofort weiter. Sehr schade. Ich liebe Kompakt. Ein Top-Label.

Wie gut kennst oder verfolgst du deren Veröffentlichungen?

Ziemlich gut. Einer unserer Manager hat einen engen Draht zu Kompakt, so dass wir immer ganz gut informiert sind. Dieser Minimal-Sound … ach, ihr Deutschen habts einfach voll drauf! Ihr kitzelt die coolen Sachen aus den Maschinen raus. (lacht)

„‚Born Slippy‘ ist ein tolles Stück Musik“

Mittlerweile ist es 15 Jahre her, seit „Born Slippy“ erschien und euch im Verbund mit dem Film „Trainspotting“ weltberühmt machte. Wie fühlt es sich eigentlich an, eine Dekade geprägt zu haben?

Ach, im Prinzip bedeutet es mir nichts. Die Vergangenheit liegt hinter uns, jetzt geht es uns um die Gegenwart.

Aber die Veröffentlichung war doch ein gravierender Punkt in eurer Karriere. Ihr könnt „Born Slippy“ ja nicht ignorieren, oder?

Nein, das wollen wir auch nicht. Es ist ein tolles Stück Musik, das viele Menschen glücklich macht. Und so lange dies noch der Fall ist, freuen wir uns, es spielen zu können.

Wann hast du den Song zum letzten Mal unbeabsichtigt gehört?

Vor zwei Wochen bei unserem Konzert in Australien. Okay, so unbeabsichtigt war das auch nicht. Nein, im Ernst: Gerade vor ein paar Tagen. Ich machte den Fernseher an und dort lief auf BBC zum 40. Jahrestag eine Dokumentation des Glastonbury Festivals. Irgendwann kamen dann Ausschnitte von unserem Auftritt.

Was geht dir durch den Kopf, wenn du alte Auftritte von dir siehst?

Oh, vor allem lernt man da eine ganze Menge. Man beobachtet die eigenen Bewegungen, den Kontakt zum Publikum und die Fähigkeit, die eigene Musik den Leuten zu vermitteln, die zum Feiern gekommen sind.

Gab es ein paar Bewegungen, die du heute nicht mehr bringen würdest?

Einige. Über ein Baugerüst würde ich heute sicher nicht mehr klettern. Da waren schon Sachen dabei, die mich hätten umbringen können. Tja, Glück gehabt.

Freur, Lemon Interrupt, Tomato, Underworld. Vier Namen, ein Nenner. Hinter diesen Pseudonymen verbergen sich Ende der 80er Jahre drei kreative Köpfe, die zusammen einen ganz eigenen Soundkosmos kreieren. In den frühen 80ern, als toupierte Steckdosenfrisuren der letzte Renner sind, treffen sich Karl Hyde und Rick Smith und gründen das Duo Freur. Mit „Doot Doot“ erlangen sie einen mittelschweren Hit, können danach aber keine Wurst mehr vom Teller ziehen – Freur waren bald gestorben.

Nach einer gefühlten Ewigkeit rückt das neue Album immer näher. „I Exhale“ verkürzt derweil die Wartezeit. 0
Ende der 80er firmieren sie unter dem Namen Underworld neu und bringen mit „Underneath The Radar“ und „Change The Weather“ zwei Alben heraus, die gehörig floppen. 1992 unterziehen sie sich dann mit DJ Darren Emerson einer Frischzellenkur, die dem Raumschiff Underworld den finalen Kick verleiht. Unter dem Namen Lemon Interrupt veröffentlichten sie zwei Singles („Dirty/Minneapolis“, „Bigmouth/Eclipse“), bevor sie zum alten Bandnamen Underworld zurück kehren. Um den Bombast-Sound der drei Engländer mit Worten erfassen zu können, müsste man ein ganzes Arsenal an Hilfsbegriffen heranziehen, die nur für Verwirrung der Verwirrung sorgen würde … (trippy, clubby, dancy usw.)

1993 ist dann das Geburtsjahr der neuen Unterweltler mit einem Soundgemisch, das das Tanzbein animiert und auch für chillige Momente sorgt. Mit „Dubnobasswithmyheadman“ verursachen sie ein regelrechtes Beben bei Kritikern und Insidern. In der Folge werden Underworld von vorne bis hinten abgefeiert. 1995 folgt lediglich eine Single, die aber eine Art Tornado auslöst. „Born Slippy“ avanciert nicht zuletzt dank des Danny Boyle-Films „Trainspotting“ zum Clubhit des Jahres und bald schreit alles nur noch nach „Lager Lager Lager“.

Das Nachfolgewerk „Second Toughest In The Infants“ toppt nochmals das Kritikerlob und jetzt stellt sich auch der kommerzielle Erfolg ein. Nach einer kleinen Verschnaufpause, die eigentlich keine war – schließlich sind Underworld längst gefragte Remixer für Größen wie Depeche Mode, Björk und Simply Red – folgt 1999 „Beaucoup Fish“, das ihren Status als Herrscher der Dancefloors weiter festigt. Ab 2014 erscheinen diese Alben in großen Sammler-Editions neu (u.a. „Beaucoup Fish Super Deluxe Box“).

Im Frühjahr 2000 dann der Bruch. DJ Darren Emerson hat die Nase voll, angeblich können sich die drei nicht über die Verteilung der nunmehr ganz ansehnlich gewordenen Einnahmen einigen. Da sinds wieder nur noch zwei, aber Karl Hyde und Rick Smith machen unter dem gut eingeführten Namen Underworld weiter. Im September 2002 erscheint mit „A Hundred Days Off“ ihr erstes Album in der neuen alten Besetzung. Und wie immer bleiben gemischte Gefühle zwischen himmelhochjauchzender Ekstase und schulterzuckendem Okay.

Danach lässt die Band längere Zeit nichts von sich hören, erst ab 2005 gibt es neue Sounds in Form von vereinzelten Web-Releases zu hören. Die MP3-EPs hören auf so spannende Namen wie „Pizza Eggs“ oder „I’m A Big Sister, And I’m A Girl, And I’m A Princess, And This Is My Horse“. Für den am 19. April 2007 erscheinenden Kinofilm „Sunshine“ kommt das altbewährte Duo Danny Boyle/Underworld elf Jahre nach „Trainspotting“ ein weiteres Mal zusammen.

In dem Science Fiction-Streifen, für den die Briten den Soundtrack liefern, geht es um das Ende der Menschheit, und darum, wie dieses verhindert werden kann. Außerdem arbeitet die um Darren Price seit 2005 wieder zum Trio gewachsene Band am Soundtrack für „Breaking & Entering“, wo die flächigen Orchesterarrangements des libanesischen Künstlers Gabriel Yared mit den bekannten Underworld-Ambientflächen zusammentreffen.

Mit „Oblivion With Bells“ melden sich Underworld im Oktober 2007 auch als Albumkünstler zurück. Das Werk, das bereits im Frühjahr eingespielt wird, führt den Faden früherer Alben weiter, aber mit einer breiteren Soundpalette. Pop und Rave in another dimension, so wollen wir das.

Der Erfolg der früheren Jahre lässt in der Folge etwas nach, die Briten sind nicht mehr so präsent wie zuvor. „Barking“ wird von der Öffentlichkeit zwar wohlwollend, aber nicht mehr euphorisch aufgenommen. 2012 zeichnen Underworld als musikalische Leiter der Eröffnungsfeier bei den Olympischen Spielen in London verantwortlich, danach hört man länger nichts mehr von ihnen. Karl Hyde veröffentlicht 2013 mit „Edgeland“ ein Solo-Album, das Leo Abrahams von den australischen Avantgarde-Jazzern The Necks produziert. Aber erst Ende 2015 geben Underworld die Rückkehr auf die Bühne bekannt, und auch ein neues Album haben sie am Start: „Barbara Barbara, We Face A Shining Future“.

Eine unerwartete Kooperation fließt 2018 in die Platte „Teatime Dub Encounters“, für die sie sich mit ihrem alten „Trainspotting“-Kollegen Iggy Pop treffen. In einem Londoner Hotel spielen sie vier Tracks ein, die sowohl die Techno-Checker als auch den Punk-Godfather in bestem Licht erscheinen lassen.

Ab November ’18 veröffentlichen Underworld jede Woche neue Werke auf ihrer Homepage, wobei sie der mehrteiligen „Drift“-Reihe, für die sie sich unter anderem mit The Necks zusammentun, besonderen Wert zumessen. Somit entwickeln sie in aller Regelmäßigkeit ihren musikalischen Horizont weiter.

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